Vielleicht haben Sie schon davon gelesen: A Photo a Day, A Picture A Day und ähnliche Web-Initiativen riefen Menschen dazu auf, jeden Tag ein Foto von sich zu machen und ins Web zu stellen. Ganze Blogs wurden so mit fragwürdig guten und interessanten Bildern gefüllt. Sogar ganze Filme entstanden. Ursprünglich als soziales Experiment gedacht, hat es wohl nun Web 2.0 Beine bekommen und läuft von Selbst:
Beim Webdienst wird propagiert, dass ein Bild mehr als tausend Worte sagen würde und man bei Ihnen auch frei wäre, diese mehr als tausend Zeichen zu einem Bild zu posten. Natürlich ist die Seite aus UK auf Smartphones wie das iPhone 4 optimiert und freut sich über share-wütige Mitmacher. Quasi so eine Art Twitter für Fotos mit unendlich langen Texten.
Facebook Places ist jetzt offiziell in den USA gestartet. Allen voran warnt die FAZ vor gläsernen Freunden in Facebook mit leicht hysterischem Unterton. Auch die Süddeutsche Zeitung, die Welt und wie immer plakativ der Spiegel mussten quasi sofort darüber berichten.
Drei Dinge, die selten erzählt wurden:
1. Wer nicht in den USA ist, kann Facebook Places noch gar nicht nutzen. Der Rest der Welt bleibt für den blauen Riesen also vorerst weiß. Ein Startdatum für Europa gibts noch nicht.
2. Die Blogger-Szene munkelt, dass Facebook versucht haben soll Foursquare zu kaufen, dies aber nicht geschafft hat. Jetzt arbeiten die zwei Unternehmen - quasi David und Goliath - immer enger zusammen.
3. Niemand wird verpflichtet, Facebook Places zu nutzen. Wer also nicht sagen will, bei welcher Party er gerade welche Freunde trifft, der tuts einfach nicht.
Aus der Hype. Es ist nur ein Produkt- und Werbemarkt-Launch.
Auf der CeBIT 2010 sind mir vermehrt Lösungen aufgefallen, die ich gerne als “Instant” bezeichne. Die Produkte werden alle vom Endverbraucher wie Pommes an der Ecke gekauft und können dann sofort “konsumiert” werden. Vier Beispiele.
Grafiken animieren mit oomfo.com
Wenn Sie auch das ewige animieren von Grafiken in Powerpoint satt haben, hilft die Applikation oomfo. Achtung: Momentan nur für Win mit installiertem Office Paket verfügbar. Sieht trotzdem cool aus. www.oomfo.com
Notebook Ubisurfer mit Webzugang
Netbooks sind nett, nur ohne Net ist es nutzlos. Da es nicht überall gratis Webzugang gibt, haben sich clevere Köpfe aus England ein extrem kleines Netbook mit integriertem Webzugang übers Handynetz überlegt. Das Gerät ist mit £159 spottbillig, der integrierte Webzugang kostet laut Rechenbeispiel des Herstellers für 2 Jahre in etwa genauso viel. Ob das Gerät allerdings so lange hält, ist fraglich. www.ubisurfer.com
Instant Webseiten aus Thailand
Ein Thailändischer Stand auf der CeBIT warb für Instant Shopping Sites, Instant Corporate Websites und Instant Community Websites. Also in korrektem Denglish: Online-Shops, Firmen-Webseiten und Community Seiten im Instant-Vorlagen Stil. Zum Verständnis hier auch nochmal deren englisches Flugblatt:
Vermutlich ein wirklich tolles Instant-Angebot, das aber - wie bei Asia-Produkten üblich – nur in Thai beschriftet und erklärt ist. Es macht den Trend also greifbar, aber nicht wirklich kaufbar. www.netdesignsoft.com
Instant Strom aus Würfeln
Wie oft haben wir schon den Schrei nach “Strom durch Funk” gehört um den Kabelsalat abzuschaffen. Auch hier gibt es jetzt eine Instant-Lösung. Sie heißt “Innergie” und versorgt vom Handy bis zum Laptop alles mit kleinen Energie. Das Würfel-Design der USB-Batterien hat sogar den Ifdesign award bekommen. Runde Sache. www.innergie.com